Dienstag, 18. Dezember 2007

Rotwein? Rotwein!

Gesetzt der Fall, die Säure im Instant-Coffee (Caffenol, Folgernol, ...) sorgt für die Entwicklung, dann müsste doch auch... RICHTIG!

Also werd' ich das mal mit Rotwein versuchen beim nächsten Mal. Mir ist zwar bewusst, dass Säure nicht gleich Säure ist. Und ebenso ist mir bewusst, dass im Wein relativ wenig Säure dabei ist. Aber mal ehrlich, so ein Tröpfchen zu riskieren schadet doch nicht...

Derweilen kann man sich ansehen, was mit herkömmlichem Film (Negativ-Film, gedacht für die C-41 Entwicklung) passiert, wenn man ihn in Schwarz-Weiß-Chemie entwickelt:

<Wand

Montag, 26. November 2007

Pangasius - Improversion

Warum der seltsame Titel? Improversion? Was soll denn das sein? Naja, die Improvisions-Version von einem vietnamesischem Rezept aus der Region des Mekong-Deltas (aufmerksame Leser wissen, worum's geht). Was denn, was denn? Nicht an Rezepten interessiert. Na dann gleich mal los, die Meinung ändern:

Das hier Vorgeschlagene ist an und für sich auch für VegetarierInnen geeignet, sofern sie Austern und Fisch mögen. Und scharf wird das Ganze. Jawohl!

Pangasius - vietnameische Version mit Impro-Einflüssen

Zutaten:
  • 400 g Pangasius-Filet
  • eine Zwiebel
  • Knoblauch (halbes Stück oder eben 4 Zehen)
  • 2 Stangen Zitronengras
  • 2 Chilischoten
  • Öl
  • Austern-Sauce [*1]
  • Pfeffer, Salz

  • [*1] Wer's schafft, Austern-Sauce oder Fisch-Sauce ohne Konservierungsmittel zu ergattern, der darf dieses Rezept getrost der Kategorie "Ohne Zusatzstoffe" zuordnen.
Zubereitung:

Fischfilets waschen und durch Abtupfen mit Küchenpapier trocknen. Eine Marinade herstellen aus der Zwiebel, dem Knoblauch, dem Zitronengras, den Chilischoten, Öl und der Austern-Sauce herstellen. Die Marinade salzen und pfeffern. Bei der oben angegebener Menge Fisch etwa acht Esslöffel von der Austernsauce verwenden. Salz, Pfeffer und Öl jeweils rund vier Teelöffel. Die Zutaten für die Marinade müssen natürlich sehr klein geschnitten werden.

Dann lässt man den Fisch eine halbe Stunde in der Marinade stehen. Gemeinsam mit der Marinade kommt alles gemeinsam dann auf ein Backpapier, wird eingerollt und wird dann auf ein Backblech gelegt und ins vorgeheizte Rohr für etwas weniger als eine halbe Stunde gestellt. Spannend dabei ist, dass das von mir verwendete Backpapier tatsächlich dicht gehalten hat.




Das Rezept gibt's übrigens mehrfach im Internet, ich hab leider vergessen, wo ich's genau her hab. Aber mangels einiger Zutaten ist das sowieso eine stark abgeänderte Variante. Darum "Pangasius - Improversion". Im Rezept, von dem ich „abgeguckt“ habe, handelte es sich nicht um Austern-Sauce sondern um Nuoc mam, einer Fischsauce. Weiters wurde mit frischen Chili-Schoten gearbeitet. Und zum Einwickeln wurde ein Bananenblatt oder eine Alufolie vorgeschlagen. Dann sind dort vollständig andere Mengenangaben genannt. Und überhaupt haben die dann noch Zucker dazugetan...

Als Beilage empfehle ich Reis. Zum Trinken kann man Ingwer-Tee benutzen. Einfach einen Zentimter Ingwerwurzel pro halben Liter abschneiden und mit kochend heißem Wasser übergiesen. Voila.

Tja, das war's dann auch schon wieder. Mahlzeit.

Montag, 12. November 2007

Dark Prague

Die andere Seite von Prag findet sich dann in ein paar Tagen dort: flickr. Und gleich vorweg möchte ich feststellen, dass mir Prag gefallen hat. Nicht, dass durch die ersten Bilder der falsche Eindruck entsteht. Mir hat Prag gefallen (bis zu meiner kleinen Unpässlichkeit) und es war sehr angenehm, wieder mal "rauszukommen". Aber das hier muss auch sein.

Darum weise sich aus, wer kann: Diese Bilder sind nur Ausschnitte aus dem, was man auf der Karlsbrücke mitten in Prag zu sehen bekommt. Besonders spannend, dass kaum jemand von den abgebildeten Personen dort auch noch persönlich anzufinden ist. Stellt sich die Frage, inwiefern man sich vertreten lassen kann. Das Argument, das die Bilder vielleicht alt seien und man ja auf älteren Bildern viel jünger aussieht, kann hier wohl nicht geltend gemacht werden. Teils standen da auf der Brücke Mädels und Burschen rum, die bestenfalls ihr bestes Alter erreicht haben (und das liegt bekanntlicherweise im Jahr 2007 bei etwa neunundzwanzig Jahren plus minus vier), aber niemals so alt waren, wie auf den Fotos der Ausweise. Dort dorfte ich interessanterweise auch nicht fotografieren bzw. es war den Künstlern und Künstlerinnen (oder soll man eher den Terminus Verkäufer anstelle von Künstler verwenden?) nicht ganz recht. Mich persönlich würde noch der Tagesumsatz der pickpockets auf dieser Brücke interessieren. Vielleicht ist's ja nur ein Gerücht und es passiert dort gar nichts, wenn man die Anzahl der Personen mit einkalkuliert, die da mehr oder weniger ziellos auf der Brücke umherstehen und -laufen. Persönlich beklaut wurde ich, und das muss nun auch mal in aller Deutlichkeit gesagt werden, meiner Gegenstände und Wertsachen selten im Ausland, sondern eher im Inland.

The "dark side of prague" kann man aber auch vorfinden. Als erstes muss man sich einmal klarmachen: Das hier ist nicht Sylt. Und von der Steiermark sind wir auch meilenweit weg. Also fehlt's an persönlicher Stadtkenntnis und man verlasse sich auf die im Reiseführer vorgeschlagenen Routen. Deren drei sind wir abmarschiert und was konnte man da vorfinden? Nichts besonderes. Die schöneren Sachen (siehe flickr) haben wir selbst entdeckt.

Und was war nun auf den drei vorgeschlagenene "Walks" zu finden? Zerfallene Einkaufshallen, verlassene U-Bahnstationen, Feiertagsarbeit, Verkehrserziehung mit einfachsten Mitteln, versperrte Durchgänge mit Videoüberwachung, Graffiti, ungepflegte Gehwege, Radwege mit Stufen, verlassene Gebäude, Deals, abgebröckelte Fassaden, ... Aber seht selbst:



Drum empfiehlt sich, die Stadt einfach anzusehen und auf den Reiseführer nicht allzuviel Wert zu legen.

So long, Wolfgong

Dienstag, 11. September 2007

Kain Eleven - der nächste Anschlag kommt bestimmt

Ja sag einmal, nur mehr der Papst? Keine Lobeshymnen auf die Terrorbekämpfung da unten (von da drüben aus)?

Das schockt mich nun doch. Keine zehn Jahre ist es her, als zwei ... (wiss'ma eh). Und dann interessiert die Printmedien, die da in der Petzoldstraße ins Haus fliegen bloß den Papst? Ja, eh gut, wenn nicht ständig über den Terror und so. Aber 12 Seiten Papst, wo er doch schon weg ist (Kleine Zeitung) ist auch nicht besser.

Und wie es um unsere Gesellschaft steht, lässt sich an den Leserbriefen und auch der Auswahl der Leserbriefe (jawohl, liebe Redaktion der Kleinen Zeitung) erkennen:


LESER FRAGEN...
Papst. Papst. Papst: Hat die „Kleine Zeitung“ denn keine anderen Themen?
Sehr geehrte Chefredaktion!
Papst... Papst ... Papst! Ich haben seinerzeit die Kleine Zeitung abonniert, um über das tagespolitische Geschehen in der Steiermark und der Landeshauptstadt Graz informiert zu sein. In den letzten Tagen und Wochen war Ihre Berichterstattung sehr eindimensional auf den Papstbesuch fokussiert, sodass es für mich klüger gewesen wäre, für die Dauer des Papstbesuches Ihre Zeitung abzubestellen. Ich hätte mich gefreut, wenn Sie stattdessen mehr Aufmerksamkeit dem GAK geschenkt hätten. Auch wenn er abgestiegen ist: Er hat noch immer viele Anhänger. Gerhild Stangl, Graz

[Leserbrief, Kleine Zeitung, 9. September 2007 (Sonntag), Seite 79]


Und die Antwort des Chefredakteurs Hubert Patterer:


... DER CHEFREDAKTEUR ANTWORTET
Liebe Frau Stangl!
Fast bin ich geneigt, mit Luther zu antworten: Hier stehe ich und kann nicht anders. Der Österreich-Besuch des Papstes ist nun einmal das herausragende Ereignis des Jahres. Die geistigen Markierungen, die das Kirchenoberhaupt hier setzt, finden weltweite Resonanz. Der Appell an Europa etwa, das christliche Fundament nicht durch Gleichgültigkeit preiszugeben, geht uns, denke ich, alle an. Die heutige Ausgabe umfasst 120 Seiten, zwölf davon sind Mariazell gewidmet, einem lokalen Ereignis, das in die Welt strahlt. Den GAK werden wir nicht vergessen. Auch eine Glaubensfrage. Herzlich, Ihr [gezeichnet Hubert Patterer]

[ebenfalls Kleine Zeitung, 9. September 2007 (Sonntag), Seite 79]


Dann scheint ja alles klar zu sein. Der Papst ist temporär wichtiger. Dann Fußball. Und dann lange nichts. Gut, wenn die Steiermark keine weiteren Probleme hat, dann passt's. Bleibt nur zu hoffen, dass in der Kärnten-Ausgabe ähnliche Probleme vorhanden sind und nicht gar irgendwer berichtenswerte Politik macht in unserem Nachbar-Bundesland.

Sonntag, 2. September 2007

Reisfleisch zweimal anders

Warum muss das eigentlich immer "einmal anders" heißen? Wenn's gut ist, dann kann man das doch zweimal oder noch öfter anders machen... Wobei dann macht man's ja erst wieder öfters gleich. Vielleicht heißt's ja deshalb EINMAL anders.

Nun denn, hier ein Rezept, zu dem mich mein Großvater inspiriert hat. Es gehört übrigens auch zur Kategorie "ohne Zusatzstoffe". Also wer will, einfach probieren. Schmeckt lecker. Mmmmmmmhhhh!

Reisfleisch zweimal anders


Zutaten:
  • Faschiertes
  • diverses Gemüse: Paprika grün/rot/gelb, Karotten, Tomaten, etc.
  • Zwiebel
  • Tomaten und Tomatenmark [*1]
  • Reis

  • [*1] Auch beim Tomatenmark nicht vergessen, auf die "Zusatzlosigkeit" zu achten!
Zubereitung:

Das Faschierte ein wenig anrösten. Gewürze rein nach Gutdünken (Salz, Pfeffer, etc.). Die Zwiebel ein wenig anrösten. Dann Tomatenmark hinzu und den Rest an Gemüse, welches noch übrig ist. Das Rezept dient hervorragend zum Verbrauchen von Resten. Dann Wasser dazu, Reis hinein. Und warten. Fertisch. Gaaaaanz einfach eben. Ein Topf.

Tja, das war's dann auch schon wieder. Mahlzeit

Montag, 20. August 2007

Hotels im All?

Nun denn, ein Urlaub im All. Mit Schwerelosigkeit, oder ohne. Mit Blick auf die Erde oder Blick in die Unendlichkeit? Wie hätten Sie's denn gerne? Ich hätt's gerne durchdacht.

Römisch Eins: Vor dreißig Jahren war die Mondlandung und das "Ins All Fliegen" der volle Hammer. Ein paar Mal ist das ganze auch schief gegangen. Und in Wirklichkeit schaffen sie es heute noch nicht, fehlerfrei sowas durchzuziehen.

Römisch Zwei: Eine Hotelbuchung klappt hier auf der Erde schon nicht gescheit. Man denke an die verzweifelten Blicke in den Augen der Gäste, denen um drei Uhr früh erzählt wird, dass leider kein Zimmer mehr frei ist. Oder das "Am Meer" ausnahmsweise drei Kilometer weg ist.

Römisch Drei: Wenn's nicht klappt, sind die Alternativen eingeschränkt. Das wär' dann im All eher blöd: Geh, das andere Hotel in der anderen Sternensystemkategorie ist doch auch nett. Und wie, sie haben Erde-Blick gebucht? Da haben wir nichts mehr frei. Und die hinteren Zimmer sind halt ein bisschen kalt.

Römisch Vier: Sowas ist sowieso abzulehnen, solange meine Karre nach einem Stromausfall nicht mal mehr die Fenster automatisch schließt.

Dann bis dann. Wolfgang

Montag, 23. Juli 2007

Hinweis - Stadtplan/Stadtführer Berlin

Mal "Werbung" in teils eigener Sache. Einen Stadtführer für verschiedene Städte gibt's unter Schmap und das schöne daran: Ein Bild von mir kommt darin vor, in diesem Reiseführer. Klickst Du hier und dann auf Botanischer Garten in Steglitz.

Das ist das Bild:

Botanischer Garten

Das war's dann auch schon wieder für heute, Leute.